Mit dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist das Management zufrieden: „Das positive Ergebnis des Vorjahres hatte sich unter anderem durch die Auflösung von Rückstellungen ergeben. Im Wirtschaftsjahr 2006/07 haben wir ein gutes Ergebnis erzielt, obwohl wir überproportional in den Aufbau von Personal und die Neuausrichtung des Chemiegeschäftes investiert haben“, kommentiert Lothar Aulich, kaufmännischer Geschäftsführer der Berner GmbH.
Innerhalb der Gruppendarstellung werden die beiden Konzerne Berner GmbH, Künzelsau, und die BTI Befestigungstechnik GmbH & Co. KG, Ingelfingen, zusammengefasst.
Positive Entwicklung am Bau bringt Markt in Schwung
Die Weltwirtschaft verzeichnete 2006 ein Wachstum von 5,0 Prozent. Mit einem Plus von 2,7 Prozent hat sich das Bruttoinlandsprodukt in Europa im selben Zeitraum nahezu verdoppelt. Deutschland konnte mit den europäischen Nachbarländern mithalten und verzeichnete ebenfalls ein Wachstum von 2,7 Prozent. Nach zehnjähriger Talfahrt boomt die Bauwirtschaft wieder. Die Investitionen sind bereits das zweite Jahr in Folge gestiegen. Im Kfz-Bereich setzt sich der Konzentrationsprozess fort. Die Anzahl der Betriebe verringerte sich durch den Trend geht zu Mehrmarken-Autohäusern.
In diesem Umfeld erzielte der Geschäftsbereich Bau 407,7 Mio. Euro. Der Geschäftsbereich Kfz trug 302,9 Mio. Euro zum Gesamtumsatz der Berner Gruppe in Höhe von 779,5 Mio. Euro bei. Auf die Chemiesparte entfielen 44,0 Mio. Euro. In den verbleibenden 24,9 Mio. Euro sind die Umsätze der anderen Vertriebskanäle sowie die des Exports zusammengefasst.
Zuwächse in Deutschland
Im Inland erzielte die Berner Gruppe einen Zuwachs von 6,6 Prozent und steigerte ihren Umsatz auf 283,8 Mio. Euro (Vorjahr: 266,3 Mio. Euro. Berner Deutschland erhöhte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2006/07 um 3,6 Prozent auf 128,8 Mio. Euro. Der Wigo-Gruppe gelang es den Vorjahresumsatz um 3,5 Prozent auf 44 Mio. Euro zu steigern. Im vergangenen Wirtschaftsjahr erhöhte der Berner Konzern seine Beteiligung bei der Wigo Gruppe und ist nun alleiniger Anteilseigner. Auch die deutsche Vertriebsorganisation des BTI Konzerns setzte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr ihre positive Entwicklung fort und erzielte ein äußerst erfreuliches Umsatzplus von 13,9 Prozent auf 110,8 Mio. Euro.
Auf Erfolgskurs in Europa
Die Berner Vertriebsgesellschaften in den europäischen Nachbarländern erzielten ein Wachstum von 10 Prozent und trugen so maßgeblich zur positiven Entwicklung der Gruppe bei. Insgesamt erwirtschafteten die europäischen Tochtergesellschaften einen Umsatz von 495,7 Mio. Euro (Vorjahr: 450,5 Mio. Euro). Dies entspricht 63,6 Prozent des Gesamtumsatzes.
Mit einer Umsatzsteigerung von 13,8 Prozent übertraf die Region Südost (Österreich, Tschechien und Ungarn) das Wachstum des Vorjahres bei weitem. Damit verzeichnete sie im Geschäftsjahr 2006/07 unter allen Regionen die höchste Zuwachsrate innerhalb des Berner Konzerns. Besonders hervorzuheben ist dabei die Tochtergesellschaft in Tschechien mit einem beachtlichen Umsatzplus von 30,7 Prozent.
Die Region Zentral (Deutschland, Polen Schweiz, Türkei) erwirtschaftete einen Umsatz von 153,4 Mio. Euro und damit ein Plus von 6,4 Prozent. Mit einem Wachstum
von 41,1 Prozent erzielte Berner Polen den größten Um-satzzuwachs unter den Vertriebsgesellschaften des Berner Konzerns.
Berner Frankreich, mit fast 1.400 Mitarbeitern das größte Einzelunternehmen der Gruppe, ist es im vergangenen Geschäftsjahr gelungen, mit einem Plus von 10,5 Prozent seine Zuwachsrate mehr als zu verdoppeln. Der Umsatz stieg auf 170,6 Mio. Euro.
Die Region Mittelmeer (Italien, Spanien und Portugal) setzte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr ihre positive Ent-wicklung fort. Der Umsatz erhöhte sich um 11,7 Prozent auf 132,2 Mio. Euro. Die Region West (Niederlande, Bel-gien, Luxemburg) verzeichnete ein leichtes Plus von 2,8 Prozent auf 42,7 Mio. Euro. Dagegen ging auf Grund der hohen Fluktuation im Außendienst der Umsatz der Region Nord (Dänemark, Schweden und Norwegen) etwas zurück.
Steigende Mitarbeiterzahlen – hohe Investitionen
Die positive Entwicklung der Gruppe schlug sich in einer deutlichen Zunahme der Mitarbeiterzahl um 8,7 Prozent von 6.545 (31.03.06) auf 7.113 (31.03.07) nieder. Im Vertrieb sind mittlerweile 4.619 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (4.210 am 31.03.06).
Das Familienunternehmen Berner steht mit einer Eigenkapitalquote von 49 Prozent weiterhin auf eine soliden Basis, obwohl mit 50 Millionen Euro soviel in der Gruppe investiert wurde wie nie zuvor. Zu diesen Investitionen gehört auch die Erweiterung des Logistikzentrums am Standort in Künzelsau.
Expansion in Europa erfolgreich
Im Geschäftsjahr 2006/07 hat Berner seine Expansion in Europa fortgesetzt und weitere Unternehmen in der Slowakei, Finnland und Rumänien (April 2007) übernommen. „Wachstum in Europa und die Entwicklung der Märkte in den bestehenden Ländern stehen auch in diesem Geschäftsjahr im Mittelpunkt unserer Aktivitäten“, so Jörn Werner.
Berner Konzern baut Chemiesparte aus
Mit der Übernahme aller Anteile an der Chemiegruppe Wigo-Caramba hat der Berner Konzern die Grundlage geschaffen, die Kompetenz im Bereich spezialisierter Anwendungschemie weiter auszubauen. „Wir wollen vor allem die Marktaktivitäten der Marke Caramba europaweit forcieren “, so Jörn Werner. Ein konsequenter weiterer Schritt in diese Richtung ist die Übernahme der Tegee-Chemie in Bremen im laufenden Geschäftsjahr (August 2007).
50 Jahre Berner
2007 feierte der Berner Konzern sein 50-jähriges Beste-hen. 1957 gründete Albert Berner im Alter von 22 Jahren mit 3.000 Mark und einem alten Auto als Startkapital seine erste Schraubenhandlung im Keller eines Hauses in Künzelsau. Damit legte er den Grundstein für die Entwicklung eines dynamisch wachsenden, internationalen Konzerns. Als Spezialist für Befestigungs- und Verbindungstechnik beliefert Berner inzwischen europaweit mehr als eine halbe Million Kunden im Direktvertrieb. Bei der Auftaktveranstaltung zum Jubiläum im April 2007 gratulierten Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Günther Oettinger, Albert Berner zu seiner Leistung. Höhepunkt des Jubiläumsjahres war das Festivalwochenende am Firmensitz in Künzelsau. 3.700 Mitarbeiter aus 21 Ländern waren gekommen, um mit Albert Berner zu feiern.
Ausblick
Für die nächsten Jahre hat sich die Berner Unternehmensgruppe hohe Wachstumsziele gesetzt: „Wir werden kontinuierlich zweistellig wachsen und voraussichtlich bereits im Wirtschaftsjahr 2008/09 die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro überschreiten“, sagt Jörn Werner.

