Die Berner Unternehmensgruppe ist einer der führenden europäischen Direktvertreiber von Verbrauchsmaterialien und Werkzeugen sowohl für das Bau- und Kfz-Handwerk als auch für die Industrie. Mit Caramba kann das Unternehmen außerdem auf eine langjährige Erfahrung in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von technischer Anwendungschemie zurückblicken. Für die Gruppenbetrachtung werden die beiden Konzerne Berner SE, Künzelsau, und BTI Befestigungstechnik GmbH, Ingelfingen, zusammengefasst.
Im Geschäftsjahr 2010/11 erhöhte sich der Umsatz der Berner Unternehmensgruppe um 10,7 Prozent von 856 Mio. Euro auf 948 Mio. Euro, wovon fast zwei Drittel im Ausland erwirtschaftet wurden. Bereinigt um die Zukäufe bei Caramba und BTI erzielte die Berner Gruppe ein Wachstum von 6,4 Prozent. Das Ergebnis stieg überproportional um 75 Prozent auf 42 Mio. Euro. „Umsatz und Ergebnis des Geschäftsjahres liegen deutlich über Vorkrisenniveau. Damit wurden unsere Erwartungen weit übertroffen“, kommentiert CEO Jörn Werner: „Die konsequente Umsetzung der Spartenstrategien hat sich bewährt. Durch rechtzeitig eingeleitete Maßnahmen konnten wir darüber hinaus auch in den Zeiten der Krise fast alle Arbeitsplätze und damit auch das bestehende Know-how im Unternehmen sichern. Das zahlt sich jetzt aus.“ Viele Landesgesellschaften erzielten Rekordergebnisse und auch die Akquisitionen entwickelten sich nach der Einschätzung von Werner gut.
Zum Bilanzstichtag am 31. März 2011 beschäftigte das Unternehmen 8.140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (7.838 Mitarbeiter zum 31.03.10), 5.170 davon im Außendienst. In Deutschland sind 2.629 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Berner Unternehmensgruppe tätig.
Berner SE: International stark
Mit der Umwandlung der Berner AG (Holding) in die Berner SE wurden die Voraussetzungen für weiteres Wachstum und die Regelung der Unternehmensnachfolge innerhalb der Familie Berner geschaffen. „Die Rechtsform SE unterstreicht auch unseren Anspruch, ein modernes europäisch ausgerichtetes Unternehmen zu sein, das auf nachhaltigen Erfolg setzt, international stark und stolz auf seine Wurzeln ist“, sagt Werner. Die Berner SE werde immer ein Familienunternehmen bleiben, versichert er, ein Börsengang sei nicht angedacht.
Geschäftsfeld Berner: Entwicklung der Kernmärkte und Regionen in Europa
Die Unternehmensstrategie Berner GO21 hat die Grundlagen für profitables Wachstum geschaffen. Im Fokus steht die Konzentration auf ausgewählte lukrative Kundengruppen. Die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis belegen, dass Berner damit die richtigen Weichen für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung gestellt hat. Die Berner Handels-gesellschaften erzielten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr einen Umsatz von 677,7 Mio. Euro (2009/10: 638,4 Mio. Euro, +6,2 %), davon entfallen 123,2 Mio. Euro auf Berner Deutschland und 554,5 Mio. Euro auf das Ausland. In den Märkten Deutschland, Österreich, Frankreich, Niederlande, Belgien und Türkei verzeichnete Berner Rekordergebnisse. In Deutschland hat sich der Gewinn in den vergangenen beiden Jahren annähernd verdoppelt.
Geschäftsfeld Caramba: Hin zur Einmarkenstrategie
Die Caramba Chemie-Gruppe entwickelte sich erfreulich und wurde durch den Zukauf der Unternehmen Corra (Österreich), Apex (Tschechien), Ambratec (Deutschland und Österreich), Matecra (Deutschland) sowie ACC (Großbritannien) weiter gestärkt. Der Umsatz der Chemiedivision stieg von 68,9 Mio. Euro im Wirtschaftsjahr 2009/10 um 16,9 Prozent auf 80,7 Mio. Euro, davon entfallen 59,9 Mio. Euro auf das Inland und 20,8 Mio. auf das Ausland. Im Jahresabschluss 2010/11 sind Ambratec, Matecra und ACC noch nicht berücksichtigt. „Wir sind unserem Ziel, die Chemie-Gruppe mit ihrer Jahrhundertmarke Caramba als den führenden Systemanbieter von Chemieprodukten und Dienstleistungen in Europa zu positionieren, einen wichtigen Schritt näher gerückt“, sagt Werner. Innerhalb der kommenden fünf Jahre soll der Umsatz auf über 300 Mio. Euro entwickelt werden. „Die 100-Millionen-Grenze haben wir mit den aktuellen Zukäufen schon überschritten“, so Werner.
BTI-Konzern: Vertriebskanäle werden ausgebaut
Die BTI bietet neben Einzelprodukten auch Systemlösungen, die dem Handwerker die Arbeit auf der Baustelle erleichtern. Der Ausbau der Vertriebskanäle und der Zukauf der Bär Unternehmensgruppe mit Sitz in Duisburg trugen zur positiven Entwicklung des Konzerns bei. Mit der Übernahme von Bär als Spezialisten für Büro- und Betriebseinrichtungen sicherte sich die BTI ein festes Standbein im eProcurement sowie im industriellen Großkundengeschäft. Der Umsatz stieg um 27 Prozent von 148,7 Mio. Euro auf 189,2 Mio. Euro und übertraf damit auch das Vorkrisenniveau. 162,4 Mio. Euro des Umsatzes entfallen auf das Inland und 26,8 Mio. Euro auf das Ausland. Mit der komplett integrierten Bär-Gruppe hat die BTI die 200-Millionen–Euro-Hürde genommen.
Ausblick
Im Wirtschaftsjahr 2011/12 ist die Berner Unternehmensgruppe weiter auf Wachstumskurs. „Wir werden die 1-Milliarde-Euro-Marke im laufenden Geschäftsjahr erreichen, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich weiterhin positiv entwickeln. Die Grundlage für den Erfolg ist die weitere konsequente Umsetzung der Spartenstrategien“, teilt Werner mit. Auch in Mitarbeiter will Berner investieren und die Mitarbeiterzahl um zehn Prozent steigern. Investitionen in modernste Technik sollen den zukünftigen Erfolg sicherstellen. Daher investiert Berner 11 Mio. Euro in die Erweiterung des Logistikbereichs von Berner Österreich, der den Dreh- und Angelpunkt für den Vertrieb nach Südosteuropa bildet.
Die Berner Unternehmensgruppe hält an ihrer strategischen Grundausrichtung fest: Im Kerngeschäft, dem Direktvertrieb, fokussiert der Berner Konzern seine Ressourcen auf die attraktivsten Kundengruppen im Bau- und Kfz-Handwerk und richtet sämtliche Marketing- und Vertriebsaktivitäten darauf aus.
Die Caramba Chemie-Gruppe wird ihre Vision, der führende Anbieter von Chemieprodukten, Dienstleistungen und Zubehör für die Anwendungen Reinigung, Pflege und Wartung zu werden, weiter verfolgen. Mit einer starken Marke, qualifizierten Mitarbeitern und hoher Entwicklungskompetenz wird dieses Ziel in Angriff genommen.
Der BTI-Konzern konzentriert sich darauf, seine Kompetenzen in den bestehenden Märkten zu stärken und seine Vertriebskanäle weiter auszubauen.
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